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    Nachricht vom 02.01.15 | CADEAUX Leipzig

    Mütze, Nase, Bart und Bauch: Fertig ist der Weihnachtsmann!

    CADEAUX Leipzig präsentiert "Echt Erzgebirge" - traditionell und originell

    Maria und Josef haben eigentlich kein Gesicht - trotzdem lächeln sie. Der Weihnachtsmann besteht genau genommen aus viel zu großen Füßen, Fäusten, Mütze, Nase, Bart und Bauch - und doch kann er fast alles, außer ernsthaft sein. Mit einfachsten Gestaltungsmitteln erweckt Drechslermeister BJÖRN KÖHLER seine Holzfiguren zum Leben. Das machte ihn zu einem Pionier der neuen Erzgebirgischen Volkskunst. Mit seinen modernen Krippenfiguren begründete der Eppendorfer vor 25 Jahren das erfolgreiche Handwerksunternehmen Köhler Kunsthandwerk und zugleich eine Generation von Produkten, die traditionelle Werte und zeitgemäßes, individuelles Design vereinen. Wie schnell die Schar der "neuen Erzgebirger" wächst, zeigt zwei Mal jährlich die CADEAUX Leipzig. Vom 28. Februar bis 2. März 2015 präsentiert die Fachmesse für Geschenk- und Wohntrends erneut die weltweit größte Schau traditioneller und origineller Erzgebirgischer Holzkunst.

    Eppendorf im schönen Lößnitztal. Fichtenwälder, Wintersonne, kalter Wind. Im Ausstellungsraum der Kunstdrechslerei von Björn Köhler ist es wohlig warm. Für Gemütlichkeit sorgen die Bewohner der Regale: handgefertigte Holzfiguren mit Humor und jeder Menge Herz. Da stehen, sitzen, liegen, hängen Lichterengel, Grüne Männlein, die Heilige Familie und Gratulanten, Möwen, Elche, Weihnachtsmänner - rund und knubbelig, sympathisch schräg bis tolpatschig, ansteckend gut gelaunt und vor allem einfach schön. Dem Auge ihres Betrachters folgen - wie von selbst - die Finger, fahren über glattes, weiches Holz, ertasten die Maserung, die Björn Köhler stets in die Gestaltung einbezieht. Anschmiegsam und schmeichlerisch liegen Schaf und Hirte in seinen Händen. "Sie wollen, dass man sie berührt", verrät er schmunzelnd.

    Es darf gespielt werden

    Da Familienvater Köhler aus eigener Erfahrung weiß, dass ganz besonders Kinder diesem Wunsch nicht widerstehen können, behandelt er die Oberfläche nur mit Öl oder setzt einen pflegeleichten Wachslack ein, der für die Gesundheit unbedenklich ist, Fingerabdrücke vermeidet und auch mal feucht abgewischt werden kann.

    Wurde die Erzgebirgische Volkskunst in den vergangenen Jahrzehnten meist zur "unberührbaren" Dekoration stilisiert, lässt Köhler sie auch wieder jene Aufgabe erfüllen, der sie einst ihr Entstehen verdankte: Spielzeug zu sein. "Zumindest gelegentlich, denn in erster Linie sollen die hochwertigen Kunsthandwerksprodukte das Wohnambiente verschönern", sagt Köhler.

    In der Weihnachtszeit nutzen dazu viele seiner Kunden eine Krippe. Das Motiv der Heiligen Familie, um die sich Tiere, Hirten und Könige versammeln, stand 1989 ganz am Anfang des Köhlerschen Unternehmens. Die äußerst schlichten Formen, auf die der damals 24-Jährige seine Krippenfiguren reduziert hatte, fanden neben dem Beifall vor allem jüngerer Kunden zunächst auch viel Unverständnis und Ablehnung. Köhler erinnert sich: "Ein Händler schickte die komplette Bestellung zurück mit der Bemerkung: Gesichter fehlen." Den zahlreicher werdenden Freunden der "neuen Männel" fehlten sie nicht. Mittlerweile gibt es weltweit viele Sammler.

    "Es war ein Versuch, moderne Formenwege zu finden, ohne die überlieferten handwerklichen Werte und den Charakter Erzgebirgischer Volkskunst aus dem Auge zu verlieren", sagt der Drechslermeister. Es ist ihm gelungen.

    Komische Käuze und Bergmöwen

    Die Versammlung der Heiligen Familie - inzwischen mehrfach prämiert und bis heute ein Verkaufsschlager - wurde zum Prototyp vieler weiterer Figuren. Zum Beispiel für die kauzig-komischen Weihnachtsmänner, die unangefochtenen Stars in der aktuellen Kollektion von Köhler Kunsthandwerk. Trotz nicht vorhandener Gliedmaßen können sie laufen, liegen, tanzen, klettern, snowboarden oder schaukeln, auf einem Bein hüpfen oder Kinderwagen schieben. Ihr Gesicht, obwohl es nur aus einer roten Knollennase oder einer schwarzen Sonnenbrille besteht, ist ein mimisches Multitalent.

    Nach dem Erfolg einer Sonderedition aus Gitarre, Saxophon und Schlagzeug spielenden Weihnachtsmännern präsentierte die Eppendorfer Manufaktur eine dreiköpfige "Garagenband" mit Sänger, Keyboard und Kontrabass. Zum 25-jährigen Betriebsjubiläum 2014 ließ Björn Köhler die ganze Weihnachtsmannfamilie mit Vater, Mutter, Kind per Motorrad auf die CADEAUX Leipzig rollen. Zu den neuesten Produkten gehören stilvolle Weinflaschenverschlüsse mit sitzenden Gabenbringern sowie das Paar "Gute Zeiten, schlechte Zeiten": zwei Weihnachtsmänner mit Schneeschieber und Regenschirm. Extra für den Lübecker Weihnachtsmarkt hat Köhler eine echt Erzgebirgische Möwe kreiert. Und auf dem diesjährigen Dresdener Striezelmarkt ist die zehnfach vergrößerte Heilige Familie zu sehen.

    Augen-, Hand- und Herzarbeit

    In der Werkstatt herrscht reges Treiben. Drehmaschinen summen, Späne fliegen durch die Luft. Stück für Stück wird eine Figur nach der anderen aus dem Holz geholt. Statt auf Schablonen verlassen sich die Drechslerinnen und Drechsler auf ihr Augenmaß und die geübten Finger. "Je schlichter die Form ist, umso mehr Einfühlungsvermögen ist nötig. Auch die Maserung verlangt individuelle Entscheidungen. Mit Automatik ließe sich so etwas nicht realisieren", erklärt der Chef, der es sich nicht nehmen lässt, so oft es geht selbst Hand anzulegen. Nach Weihnachtsmännern, Krippenvolk und Engeln sind jetzt die Strandläufer und andere "Ganzjahresfiguren" an der Reihe, denn das nächste Frühjahr kommt bestimmt.


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